Soli Wittenberg

18.36 uns erreichte:
WB: Solidarität mit der L14

Als am vergangenen Mittwoch die Liebigstraße 14 von einem Großaufgebot der
Cops aus dem ganzen Bundesgebiet geräumt wurde, war es für einen Großteil
der radikalen Linken ein Faustschlag ins Gesicht.

Deswegen kam es auch in vielen Groß. – und Kleinstädten zu
Solidaritätsbekundungen. Der Protest war vielseitig und Kreativ bis
Militant.

So waren auch in Wittenberg (Sachsen Anhalt) einige Aktivist_innen in der
Nacht auf den Beinen.

Es wurden Transparente in der Stadt gehangen, ein Soligraffiti gemalt
sowie ein Haus besetzt.

Nachdem in der Wittenberger Innenstadt das Haus besetzt wurde, meldete
sich bei der Polizeidirektion das „Kommando Liebig 14“ und gab die
Besetzung bekannt. Schon nach kurzer Zeit betraten Beamte der PD
Wittenberg das Haus, entfernten das Transpi mit der Aufschrift „Besetzt“
und löschten das Licht. Zu diese Zeitpunkt befanden sich allerdings keine
Besetzer_innen mehr im Gebäude. Etwa zwei Stunden nach der Besetzung haben
sich ein paar Aktivist_innen an dem ehemalig besetzten Haus in der
Wallstraße eingefunden und brachten ein 4 × 2 Meter großes Graffiti mit
dem Inhalt „L14 BLEIBT – ONE STRUGGLE ONE FIGHT“ an die Hauswand an.

Gerade als das Graffiti fertig geworden ist, fuhr ein Einsatzwagen der PD
Wittenberg mit Vollgas vor und jagten die Aktivist_innen durch eine
Gartenanlage.
Durch die Verfolgungsjagd wurden die Aktivist_innen leicht verletzt, und
erlitten starke Prellungen, Schnittwunden und Hämatome davon. Gefasst
wurde allerdings niemand.
Die Cops stellten einen Beutel mit verschiedenen Gegenständen wie
„Totenkopf-Böller“, „Grillanzünder“ und Sprühschablonen sicher.

Zudem hat die Polizeidirektion eine Securityfirma beauftragt das ehemals
besetzte Haus in der Wittenberger Wallstraße fünf mal täglich zu
überprüfen, da die Polizei mit einer Neubesetzung rechnet.

Wut und Trauer zu Widerstand – Liebig 14 forever (A)